Ihr Lieben,
auch nach fast vier Wochen lassen mich die Bilder, der über Deutschland gekommen Flutkatastrophe, einfach nicht los. In der Nacht träume ich davon und manchmal wache ich schweißgebadet auf.
Nicht von ungefähr - denn ich wohne in einer dieser Regionen die es leider auch stark getroffen hat.
Mein Wohnort und mein Geburtsort sind zerstört.
Egal wohin ich gehe oder fahre - das Leid ist überall zu sehen.
Die Bilder von fassungslosen und ängstlichen Menschen, der zerstörten Häuser, der unterspülten Straßen, die kaputten Brücken und das ständige hören der Martinshörner ist auch nach den vergangen Wochen noch präsent.
Selber bin nicht betroffen, da ich auf einer Anhöhe wohne.
Dafür Verwandte, Freund, Bekannte......so viele Menschen!
Jeden Tag - seit das Unheil über die Region kam- muss ich an das all morgendliche Gespräch am 12. Juli, mit dem Tochterkind denken.
Wie jeden morgen sitzen wir beide am Frühstückstisch. Zu unseren morgentlichen Routine gehört, dass ich den Wetterbericht unseres einheimischen Wetterfrosches Willi von meteoaachen vorlese. Bevor ich jedoch an diesem Morgen anfangen kann zu lesen, sagte das Tochterkind:
"Hast Du gesehen, was Willi für ein Bild gepostet hat?
Die Sintflut und eine Arche Noah."
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| Bild: meteoaachen |
Wir fanden es witzig.
Da wir hier rund um Aachen, am Rande der Eifel, ja eh in einem Art Regenloch wohnen.
Wir kenne es, dass es häufig, heftig und länger andauernd regnen kann.
Diejenigen, die die Aachener Reit-Turnier "Chio" kennen, wissen wo von ich rede.
Doch seit der großen Flut, an diesem besagten Mittwoch, ist mir, im Anbetracht was da draußen passiert ist, gar nicht mehr zum Lachen zu mute!
Die Metrologen sprachen von:
Unwetterartiges Gewitter mit großen Regenmengen und Hagel.
149 bis 200 Liter je m².
Es drohen starke Überschwemmungen.
Wenn ich mir die Kommentare unter dem Post anschaue, wurde es zur Kenntnis genommen, oft mit den Worten, man hoffe dass es nicht zu heftig ausfallen möge und alles gut gehe.
Es ist leider gekommen wie die Metrologen voraus gesagt haben!
Nein - viel schlimmer!!
An diesem regnerischen Mittwoch war ich mit dem Tochterkind in der Stadt.
Es war ca. 15:00 Uhr.
Feuerwehr und Ordnungsamt beobachteten alles sehr kritisch.
Die meisten Geschäfte in der Innenstadt hatten sich mit Sandsäcken und anderen Schutzvorrichtung gewappnet. Einige hatten gar nicht erst geöffnet.
Den ganzen Nachmittag hörten man die Sirenen der Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Versorgungsunternehmen und THW.
Wie sahen die ersten Bilder unserer Stadt auf allen Kanälen.
Die Freundin des Tochterkindes schrieb so gegen 22:00 Uhr per Whatsapp, dass das Wasser in Ihrer Straße steht.
Sie wohnt Luftlinie 500 m vom Fluss entfernt!!?
Da war die Stadt schon überflutet.
Man ging mit einem sehr mulmigen Gefühl schlafen.
Die Nachrichten am Morgen sagten auch nichts besseres.
Spätestens, als ich den Lieblingsmann zur Arbeit bringen wollte und wir nicht durch kamen, er den Weg zu Fuß zurücklegen musste, dann noch meine Kollegin anrief, ob ich Ihren Dienst übernehmen könne, da sie das Wasser an der ersten ersten Stufe zum Parterre stehen hatte, wusste ich, das wird ganz ganz heftig.
Auf dem Weg zu Arbeit konnte ich dies Foto machen.
Das Wasser hatte eine unendliche Breite angenommen und die Felder links der Inde überspült.
Der Sportplatz und der Reitplatz, auf der rechten Seite liegend, waren gar nicht mehr als diese zu erkennen. Dort hatten am Morgen des Vortages noch Pferdetransporter gestanden.
Glaubt mir: Da gehen einem tausend Gedanken durch den Kopf.
Im Laufe des Tages nahm die Verwüstung ihren Lauf.
Auf allen Kanälen und in allen Medien zeigte man Videos, Bilder und Nachrichten.
Kollegen waren von Wasser eingeschlossen und konnten nicht zur Arbeit.
Meine Arbeitsstelle liegt an einer Autobahn Ab- und Ausfahrt. An meinen Bürofenster fuhren diverse Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht vorbei, die DLRG sogar mit aufgeladenen Booten.
Das Tochterkind rief unsicher an, wie sie den jetzt nach Hause fahren könne, da viele Straßen wegen Hochwasser bzw. Überflutung gesperrt waren.
Den ganzen Tag hatte man Kopfkino!
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| Quelle: Hochwasser in Stolberg und Eschweiler (aachener-zeitung.de) |
Im Laufe des Tages sank der Pegel des Vichtbach in Stolberg und der Inde.
ABER...
die Wassermassen hinterließen ein Bild des Grauens.
Zerstörung, Verwüstung, Verzweiflung und Angst!
Viele Menschen haben alles verloren.
Ihr Heim, Hab und Gut sogar Existenzen hat das Hochwasser vernichtet.
Kein Wasser, Elektro, Gas und keine intakten Telefon- und Internetleitungen mehr.
Anwohner, betroffene Altenheime und sogar unser ganzes Krankenhaus wurden evakuiert
Einige Industriebetriebe in Stolberg standen für fast 3 Wochen still, denn ohne Strom läuft keine Maschine.
Was soll nun werden?
Bildquellen: Facebook
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| Hier ein Bild von Freitag (15.07.) morgens 6:00 Uhr in der Fußgängerzone. |
Chaos ohne Ende!
Es erstaunte mich sehr, dass manche Straßen bereits nach einer Woche einen sehr aufgeräumten Anblick boten.

















Liebe Monika, was für ein Post. Ich habe mir jeden Morgen die Bilder im Fernsehen angeschaut und hatte teilweise Tränen in den Augen. Du weißt ja, dass ich dabei an Dich gedacht habe. Leider nehmen die Katastrophen zu, gegeben hat es sie schon immer. Aber sie kommen immer näher finde ich. Vieles lässt sich wieder ersetzen, ein Menschenleben jedoch nicht. Gut das es euch gut geht! Herzlichst Kirsten
AntwortenLöschenLiebe Monika,
AntwortenLöschenDanke für Deinen Bericht, ja es ist wohl zu schaffen, aber DAS braucht viel Zeit.
Was passiert mit den Kindern und Familien die alles verloren haben.
Eigentlich müsste doch jetzt erstmal alles evakuiert werden bis Strom und Wasser usw. wieder funktioniert.
Kann man an so einem Ort überhaupt wieder leben?
Was ist wenn nächstes Jahr wieder ein Unwetter Flut kommt?
Flüchten oder Standhalten?
Ich glaube ich würde umziehen.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und Ausdauer für die Zukunft.
Alles Gute wünscht Dir Cornelia
Hallo Monika,
AntwortenLöschendas sind ganz furchtbare Bilder die uns da erreicht haben, und wie schlimm muss es sein, wenn man wirklich direkt davon beroffen ist. Ich wünsch' Euch alles Gute und dass es immer Vorwärts geht und kein Stillstand eintritt.
Liebe Grüße
Manu
Liebe Monika,
AntwortenLöschenNiemand lässt das kalt und ich bin mir sicher, dass die Gedanken und auch die Hilfe der Menschen sehr groß ist. Viele Menschen helfen und machen das aber nicht so publik.
Es wird für die Menschen dort sehr schwer werden und ich habe auch viele Anwohner gehört, wie sie erzählt haben. Viele stehen vor dem Nichts und bekommen nicht mal von der Versicherung etwas. Wie lange es dauern wird, bis das alles wieder in Ordnung ist und wie die Hilfe aussehen wird, ich weiß es nicht.
Staatliche Hilfe??? Herr Laschet hat ja noch gelacht, als er dort war und ich glaube dem ist es auch egal, der hat ja seine Schafe im trockenen.
Auch, wenn einer einen Witz macht, was auch geschehen sein soll, dann lacht man in der Situation nicht, sondern weist die Leute zurecht, die hier Witze machen.
Die Sache ist aber auch die, dass hier niemals Vorsorge getroffen wurde, etwas für so eine Katastrophe zu machen, z.B. ein Hochwasserrückhaltebecken bauen. Überschwemmung gab es schon immer und hier hätte man schon frühzeitig etwas machen sollen. Hier hat aber die Regierung wieder mal vollkommen versagt.
Ich wünsche dir alles Gute
Liebe Grüße Eva
Liebe Monika,
AntwortenLöschenund Anfang dieser Woche schrieb ich Dir noch, dass ich bald mal auf einen Kaffee vorbeikomme und dann in dieses schöne Geschäft möchte.
Und nun? Ist es leider auch zerstört, so schnell kann es gehen. Einfach schlimm, was in den Gegenden passiert ist.
Ich hoffe nur, dass die Hilfsbereitschaft auch in den nächsten Wochen nicht aufhört und dass allen geholfen werden kann.
Danke für Deinen Bericht und lieben Gruß
Nicole
Liebe Monika,
AntwortenLöschenauf der einen Seite ist es unfassbar und man ist geschockt. Auf der anderen Seite kann ich die Politik nicht verstehen. Sie werden nichts machen, da dieses Leid leider zu lukrativ sind. Was mich wahnsinnig macht. Ich bin einfach fassungslos... . 😳
Ich hoffe es geht euch gut und ihr kommt einigermaßen zurecht.
Viele liebe Grüße deine
nähbegeisterte Andrea 🍀
Liebe Monika,
AntwortenLöschenentsetzlich was da passiert ist und du bist so nah dabei, wie muss es für dich erst sein? Es tut mir so leid.
Was gibt den Menschen Hoffnung, die dieses Zerstörung erlebt haben und was schützt beim nächsten Starkregen vor Wiederholung?
Die Erde schüttelt uns ab, könnte man denken.
Viel Kraft und dass die Hilfe nicht nachlässt wünsche ich allen Betroffenen.
Danke für deinen Bericht.
Claudiagruß
Wahnsinn, teilweise sah es hier ähnlich aus. Paar Kilometer weiter waren einige Strassen gar nicht mehr
AntwortenLöschenbefahrbar. Aber so schlimm wie wo anders hat es uns nicht erwischt .
Treffender Post . Hoffen wir das sich alle von dem Wetter und was es mit sich gebracht hat erholen .
LG heidi
Liebe Monika, Dein Bericht aus ersster Hand berührt mich sehr und macht mich sprachlos. Ich wünsche Dir alles Gute Alke
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