Guten Morgen Ihr Lieben!
Schön das Ihr da seit!
Kaffee, Tee oder Milch?
Nehmt Euch - es ist reichlich da und macht es Euch gemütlich!
Heute ist Halbzeit bei der Reise durch den Advent...ja Ihr habt richtig gelesen!
Die adventliche Reise bei Nicole von Niwibo gibt es schon einige Jahre und ich bin heute bereits zum 7ten Mal dabei.
Kommt steigt auf unseren kleinen Adventschlitten und wir machen halt an 26 schönen Stationen.
Hier werdet Ihr mit Basteleien, ein Gedicht, eine Geschichte oder gar ein Rezept vielleicht auch etwas ganz anderes überrascht.
Heute am 13. Dezember stoppt der kleine Schlitten bei mir am "Kleinen Landeckhaus"
Als Nicole uns Anfang November die Liste mit den Stationen sandte, hatte ich bei meinem Datum ein Gefühl als wäre an diesem Tag etwas besonderes.
Und richtig!
Heute ist der Namenstag der Heiligen Lucia.
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| Foto: @einfachbea |
Lucia von Syrakus
Um die Heilige Lucia ranken sich viele Legenden.
Geboren wurde sie 283 in Syrakus. Das ist eine Stadt auf Sizilien. Das Mädchen soll nachts Lebensmittel in die Katakomben gebracht haben. Dort trafen sich heimlich Christen und versteckten sich. Ihnen wollte sie helfen und brachten ihnen Lebensmittel. Da sie durch das Tragen des Essens keine Hand mehr für ein Licht frei hatte, setzte sie sich einen Kranz mit/aus Kerzen auf den Kopf.
Diese Tradition des Lichtertrages wir bis heute am Namenstag der Heiligen Luzia besonders in den nordischen Ländern wie Schweden und auch dort wo sie geboren wurde, in Italien, fortgeführt.
Der Name Luzia bedeutet "die Leuchtende".
Eine Inschrift ihres Namens auf einem Grab in den Katakomben San Giovanni und die verschiedenen Legenden lassen es als sicher erscheinen, dass sie wirklich gelebt hat.
Luzia wurde als Tochter eines reichen Kaufmannes, jedoch als Heidin, geboren. Als Ihr Vater starb, wollt die Mutter sie verheiraten. Doch bereits in jungen Jahren hatte sie sich den Christen angeschlossen und das Gelübte zur Jungfräulichkeit vor Gott geschworen. Sie wollte nicht heiraten und schob die Verlobung immer weiter hinaus.
Ihre Mutter wurde schwer krank und Luzia unternahm eine Wallfahrt zum Grabe der Heiligen Agatha von Catania um die Hilfe der Patronen zu erbitten. Die Mutter wurde geheilt und stimmte dem Gelübte ihrer Tochter zu, ein jungfräuliches Leben zu führen. Der gebeutete Verlobte klagte Luzia, wegen einer verkauften Erbsache beim Präfekten des Landes an. Dieser entschied sie in ein Bordell zu bringen..
Doch angeblich konnten weder ein Ochsengespann noch eine Schar von 1000 Männer Luzia überstellen. Angeblich über stand sie auch das übergießen mit heißem Öl und die Folter mit Feuer.
Getötet wurde sie durch ein Schwert, dass in die Hehle getrieben wurde. Sie starb aber erst, als ein Priester eine Hostie reichte.
Der Gedenktag ist der 13. Dezember und oft verbunden mit Rituale in Bezug auf Licht. Man vermutet, dass hat mir der Wintersonnenwende zu tun. Unter ihren Schutz als Patronin wurden die Armen, die Blinden, die reuigen Dirnen, kranke Kinder gestellt. Aber auch über Anwälte, Bauern, Elektriker, Glaser, Kutscher, Schmiede, Näherin, Polsterer, Sattler, Schneider, Schreiber und Weber.
Ich denke jeder hat ein Bild "seiner" Luzia im Kopf. Die meisten jedoch ein hellblondes schwedische Mädchen, in einem weißen Kleid und einem Kranz mit Kerzen auf dem Kopf. Und richtig in Schweden ist es brauch, das die älteste Tochter in einem weißes Gewand und dieses besagte Kerzenkrone am Luziatag den Luzialauf in der Wohnung macht. Die Luziabraut leuchtet den Weg in der Dunkelheit. Sieht man doch im Winter die Sonne nur sehr, sehr selten in den nordischen Länder.
In ihrem Geburtsland Italien ist dieser Tag ein kirchlicher Feiertag.
Besonders in ihrer Geburtsstadt Syrakus wird eine Statue der heiligen Luzia mit den Reliquien vom Dom in die Kirche St. Luzia al Sepolcro getragen. Die Prozession begleiten viel Gläubige. Sie tragen Kerzen, beten und singen.
Ich zeige Euch heute meine "nordische" Luzia.
Das Tochterkind hat sich bereit erklärt und Modell gestanden
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| Foto: @einfachbea |
Natürlich habe ich vorher einen Kranz aus allerlei Grün gebunden und mit Kerzen zum erleuchten gebracht.
In Schweden backt man traditionell das Gebäck die Lussekatt, die Luziakatze.
Zusammen mit Kaffee und Glögg begeht man in Nordeuropa dieses vorweihnachtliche Fest.
Finde ich toll und darum habe ich mich daran versucht (Hefeteig und ich sind nicht so wirklich Freunde) und Euch mein Rezept aufgeschrieben.
LUSSEKATT
ca. 14 gr. Trockenhefe o. 42 gr. frische Hefe
1/2 l Milch
2 EßL lauwarmes Wasser
2 Eier
150 gr. Butter
200 gr. Zucker
1 kg Weizenmehl
1 TL Salz
100 gr. Rosinen
Die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen. Die Hefe mit dem lauwarmen Wasser anrühren und dann zum Milch-Butter-Gemisch geben. Eier verquirlen und ebenfalls hinzufügen.
Nun werden Salz, Zucker und die Hälfte des Mehl hinzugegeben und alles zu einem glatten Teig verknetet. Das restliche Mehl dann für 20 Minuten kräftig in den Teig einkneten und mit einem Tuch abdecken, gehen lassen bis er seine Größe verdoppelt hat. Dann kann er weiter verarbeitet werden.
Teig in beliebig große Stücke teilen und die Stücke in ein S formen.
Nun wird in jedes Ende eine Rosine gesteckt. Normals die Teigstücke abdecken und 30 Minuten gehen lassen. Mit verquirltem Ei bestreichen und bei 200° C Umluft für ca. 10 Minuten goldbraun backen.
Bild*
Guten Appetit!
Wenn Ihr Lust und Laune habt, dann könnt Ihr meine bisherigen Beiträge der vergangen Jahre nachlesen.
Ich hoffe meine kleine Station hat Euch gefallen. Nun reist der Schlitten weiter und wird am morigen Sonntag bei Carolyn halt machen.
Habt alle ein wunderschönes und friedliches 3tes Adventwochenende, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in neue Jahr.
Eure
Monika
*Leider kann ich kein Bild von meinen Luzia-Brötchen zeigen, da ich es nicht mehr geschafft habe sie selber auszuprobieren. Meine Mutter, von der ich Euch in den letzten Post erzählte, ist am Mittwoch leider für immer friedlich eingeschlafen. Es stand mir nicht der Sinn nach backen.
Quellen:
Die heilige Lucia – Luciafest, Kerzen und leckeres Gebäck - Erzbistum Paderborn
Sagenumwobene Lucia - katholisch.de
Das neue Hausbuch für die ganze Familie - Benno Verlag



Liebe Monika,
AntwortenLöschenda habe ich ja wieder viel gelernt. Wirklich ein schöner Beitrag. Das Foto ist mega schön geworden:) Herzlichst Kirsten💜
Vielen lieben Dank, Kirsten.
LöschenHab einen schönen 3.Advent
Monika
Liebe Monika,
AntwortenLöschenmeine Tochter durfte auch mal Luzia sein, was war sie stolz - ein fantastischer beitrag zum besonderen Tag!!!
So lieben Gruß
Gabi
Liebe Gabi,
AntwortenLöschenvielen lieben Dank! Auch Dir einen schönen 3. Advent.
Monika
Liebe Monika,
AntwortenLöschenwie schön, dass die Luzia-Geschichte auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein darf. Deine Enkelin trägt den Lichterkranz wirklich sehr würdevoll.
Liebe Grüße Anke
Liebe Monika,
AntwortenLöscheneine schöne Geschichte, die sich um Luzia rankt und die ich nicht kannte. Der Kranz ist so schön gebunden und Dein Tochterkind trägt ihn voller Stolz; ein schönes Foto! Danke fürs Teilen des leckeren Lussekatt-Rezeptes.
Zum Tode Deiner Mutter spreche ich Dir mein herzliches Beileid aus. 🙏🏻
Liebe Grüße von Traudi.💗 aus dem Drosselgarten
Liebe Monika,
AntwortenLöschenich sage erstmal Danke, dass Du trotz dem Tod Deine Mama bei der Reise mitgemacht hast.
Und dann mit solch schönen Bildern, Tabea sieht wunderbar aus.
Ganz liebe Dank für diese schöne Geschichte.
Und ich wünsche Dir trotz allem einen guten 3. Advent. Lass Dich drücken,
lieben Gruß
Nicole
Deine Adventreise zum Luziatag leuchtet trotz des schweren Verlusts deiner Mutter so berührend, liebe Monika. Lass Dich still in den Arm nehmen, meine Liebe. Euch einen kerzenhellen dritten Advent, Nicole
AntwortenLöschenLiebe Monika,
AntwortenLöschenbei uns in FFB ist der Luzia-Tag ein ganz besonderer.
Sie ist ja die Schutzheilige die auch vor Überschwemmungen retten soll.
Darum basteln die Kinder in der Schule ganz aufwendige Häuser, die zuerst ausgestellt werden und dann am Lucia-Tag am Abend in die Amper gesetzt werden. Die Häuser haben meistens Kerzenlicht im inneren - das sieht wunderschön aus.
Ich wünsche dir einen schönen 3. Advent.
Herzliche Grüße
Jutta
Danke für die schöne Geschichte, und für dich und deine Familie ganz viel Kraft.
AntwortenLöschenL.G.KarinNettchen
Liebe Monika,
AntwortenLöschendie Lucia habe ich mir schon immer so vorgestellt, wie deine Tochter ausschaut.
So schöne Fotos.
Was für eine schlimme Zeit das für dich gerade ist.
Das tut mir sehr leid! Bitte fühl dich fest gedrückt.
Danke, dass du trotz alledem noch mit uns durch den Advent gereist bist.
Herzliche
Claudiagrüße
Zunächst mein allerherzlichstes Beileid! Ich wünsche dir viel Kraft für diese schwere Zeit. Vor Weihnachten finde ich es besonders bitter, wenn man einen lieben Menschen verliert. Was gibt es engeres als die Mutter? Danke, dass du unsere Reise dennoch mit einem schönen Beitrag bereichert hast!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Anke
Hallo liebe Monika,
AntwortenLöschenDa habe ich heute einiges bei der lernen können mit dem Beitrag zum Luziatag. Vielen Dank dafür und auch von mir mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft für die nächste Zeit.
Liebe Grüße zum Wochenbeginn
Sheena
Hallo Monika
AntwortenLöschenfühl Dich erstmal ganz fest umarmt, mein Beileid zum Tode Deiner Mama.
Und dann hast Du uns noch so einen schönen Beitrag gemacht, ganz lieben Dank.
Was für eine schöne Lucia Deine Tochter mit dem Kranz und den Haaren abgibt, genauso stelle ich sie mir vor. Hier war am Wochenende im Tal auch ein nordischer Weihnachtsmarkt und ich hätte so gerne den Lucia Umzug angesehen, aber der Tag war anderweitig verplant, vielleicht nächstes Jahr.
Ganz liebe Grüße zu DIr
Manu
Hallo liebe Monika,
AntwortenLöschendie Geschichte gefällt mir sehr gut und das Tabea für die Lucia Modell gestanden hat ist sehr schön.
Liebe Grüße
Tilla
Den schwedischen Feiertag mag ich sehr, seit wir einmal in unserer Kindheit von einer Schwedin in Kostüm, mit Kerzen auf dem Kopf und Gesang geweckt wurden. Danke für den schönen Beitrag.
AntwortenLöschenEs tut mir leid, dass sich das dann mit dem Tod Deiner Mutter überschnitten hat. Mein aufrichtiges Beileid.
Mit ganz vielen lieben Grüßen
Nina